Vor- und Nachteile im Überblick


Mit Hilfe dieser Tabelle können Sie die Verhütungsmittel und -methoden in puncto Sicherheit, Verträglichkeit, Handhabung und Kosten miteinander vergleichen. Bitte bedenken Sie, dass sie Ihnen nur eine grobe Orientierungshilfe bieten kann; mit welcher Verhütung Sie am besten zurecht kommen, hängt allein von Ihnen ab.

Wenn Sie Einzelheiten über die gelisteten Verhütungen erfahren möchten, klicken Sie einfach auf den entsprechenden Begriff in der linken Spalte.

Methode/Mittel Sicherheit 1 Verträglichkeit 2 Handhabung 3 Kosten Bemerkung
Antibabypille (Minipille, Mikropille usw.) In den Hormonhaushalt eingreifendes Mittel; sollte stets zur gleichen Zeit eingenommen werden; am häufigsten genutztes Verhütungsmittel
Chemische Methoden (Gels, Cremes, Zäpfchen u.a.) Greifen kaum in den Hormonhaushalt ein, können aber Reizungen und Allergien hervorrufen; sollten nicht ohne zusätzliche Verhütung angewendet werden
Diaphragma u. a. Verhütungskappen Müssen z.B. durch Arzt angepasst und öfter auf korrekten Sitz geprüft werden
Dreimonatsspritze In den Hormonhaushalt eingreifendes Mittel, das recht starke Nebenwirkungen haben kann
Hormonimplantat, -stäbchen In den Hormonhaushalt eingreifendes Mittel, das operativ unter der Haut implantiert und entfernt werden muss
Hormonspirale In den Hormonhaushalt eingreifendes Mittel; nicht empfohlen für Frauen, die noch nicht geboren haben
Koitus interruptus k.A. Kann eigentlich kaum als Verhütung bezeichnet werden, da extrem unsicher
Kondom Sicherheit hängt sehr stark von der richtigen Anwendung und Handhabung ab; Gebrauch sollte geübt werden
Kondom für die Frau Recht kompliziert in der Anwendung und teuer, daher kaum verbreitet; kann nur in Apotheken bestellt werden
Methode/Mittel Sicherheit 1 Verträglichkeit 2 Handhabung 3 Kosten Bemerkung
Natürliche Verhütung:
Symptothermale Methode (ggf. mit Tabellen oder Zykluscomputer)
k.A. Verhütung ohne Chemie, Hormone oder Hilfsmittel, setzt aber genaue, lange Körperbeobachtung voraus; Kosten varieren nach Einsatz von elektronischen Messgeräten
Natürliche Verhütung:
Knaus-Ogino-Methode
(Kalender-/
Rhythmusmethode)
Unsichere, rein rechnerische Methode, die den Momentanzustand von Körper und Psyche kaum berücksichtigt; erfordert Buchführung über den Zyklus für mind. 6 Monate
Spirale Muss vom Arzt eingesetzt und kontrolliert werden; relativ starke Nebenwirkungen mgl.
Sterilisation beim Mann Kleiner ambulant-operativer Eingriff ohne Einfluss auf die Potenz; erfordert zusätzl. Verhütung in der ersten Zeit nach der OP; kann evtl. rückgängig gemacht werden
Sterilisation bei der Frau Erfordert stationär-operativen Eingriff unter Vollnarkose; nur sehr selten Einfluss auf Lustempfinden; recht teuer
Stillen k.A. Nur relativ sicher, wenn die Frau voll und ausreichend stillt und seit der Geburts ihres Kindes noch keine Monatsblutung hatte
Vaginalring In den Hormonhaushalt eingreifendes Mittel, das die Frau selbst in die Scheide einsetzen kann; nicht zu empfehlen bei Pille-Unverträglichkeit
Verhütungs-/
Hormonpflaster
In den Hormonhaushalt eingreifendes Mittel, das aber nur kleine Wirkstoffmengen abgibt; muss sicher, fest und vollständig kleben; sollte bei Hang zu Thrombosen und Migräne nicht verwendet werden

Punktesystem:
sehr schlecht/sehr schwierig
sehr gut/sehr einfach
k.A. keine Angabe möglich oder sinnvoll


Anmerkungen:
1 Bei korrekter Anwendung gemäß der Empfehlungen von Hersteller, Anbieter und/oder Arzt.

2 Setzt den Normalfall voraus. Je nach Mittel oder Methode können mehr oder weniger starke Nebenwirkungen auftreten, etwa bei vorliegenden Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Alkoholkonsum, Medikamenteneinnahme), bei Allergien gegen bestimmte Stoffe oder Materialien, Vorschädigungen z.B. durch Krankheit oder durch unsachgemäße Anwendung.

3 Bezieht sich auf die Dauer und Schwierigkeit des Einsatzes, bevor geschützter Sex stattfinden kann.

Alle Angaben ohne Gewähr